Um 1226 - wurde die Stadt von fränkischen Kaufleuten gegründet und erhielt das Markt- und Niederlagsrecht



1253 - Verleihung des Stadtrechtes



1311 - Frankfurter Kaufleute befahren mit eigenen Schiffen direkt die Ostsee



1341/1350 - Widerstand gegen den Bischof von Lebus, als dieser die reiche Stadt unter seine Herrschaft zwingen will



1348 - Spätere Kaiser Karl IV. belagert die Stadt. Frankfurt öffnet Markgraf Ludwig die Stadttore und sichert ihm durch ihren Schutz die Mark



1502 - Erster Buchdruck; bis 1540 ist Frankfurt die einzige Buchdruckerstadt in der Mark Brandenburg



1430 bis um 1500 - Mitglied der Hanse



1506 - Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesuniversität in Frankfurt. In ihr studierten u.a. Ulrich von Hutten, Carl Philipp Emanuel Bach, die Gebrüder Humboldt, Michael Prätorius, Heinrich v. Kleist



1530 wird in Frankfurt durch den Arzt und Philosophen Prof. Jodocus Willich die erste bürgerliche Musizier- gemeinschaft gegründet, das „collegium musicum”



1586 bis 1589 - Der Komponist Michael Praetorius wirkt als Organist an St. Marien



1631 - Die Schweden stürmen unter Gustav Adolf die Stadt. Nach dem 30jährigen Krieg leben in Frankfurt von ehemals 13.000 Einwohnern nur noch 2.366



1662 - Erstmalige Erwähnung von Frankfurt als „Haupt- und Handelsstadt”



1669 - Eröffnung des Oder-Spree-Kanals; Frankfurt verliert seine Bedeutung als Stapelplatz



1685 - Nach dem "Edikt von Potsdam" siedeln sich Hugenotten in Frankfurt an, sie bringen neue Gewerbezweige



1697 bis 1699 - In Frankfurt wird zum ersten Mal in Deutschland der komplette babylonische Talmud gedruckt



1734 bis 1738 - Der zweite Bachsohn, Carl Philipp Emanuel, studiert an der Viadrina



1777 - Heinrich von Kleist wird am 18. Oktober in Frankfurt geboren.



1811 - Die Universität in Frankfurt wird geschlossen und nach Breslau verlegt.



1815 - Die Stadt wird Sitz der Regierung des neu gebildeten Regierungsbezirkes Frankfurt und des Oberlandesgerichts



1842 - Beginn der Industrialisierung. Eröffnung der Eisenbahnlinie Berlin-Frankfurt



1855 - Inbetriebnahme des Gaswerkes, Rekordjahr der Frankfurter Messen



1874 - Erffnung des Wasserwerkes



1898 - Frankfurt erhält ein Elektrizitätswerk und eine elektrische Straßenbahn



1923 - Die Reichsbahndirektion Ost wird nach Frankfurt verlegt; damit beginnt der planmäßige Ausbau der Stadt (Architekt Kießling)



1933 - Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Bau von neuen Kasernen und Verlegung weiteren Militärs nach Frankfurt



1945 - Am 22. April Beginn der Zerstörung. Die Innenstadt wird fast vollständig zerstört. Nach dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt Grenzstadt, die einstige Dammvorstadt wird zur polnischen Nachbarstadt Słubice



1946 - Frankfurt ist bis 1950 zentraler Durchgangsort für Heimkehrer und Vertriebene



1951 - Mit der Bahnhofstrae beginnt der Wiederaufbau der Stadt



1952 - Frankfurt wird Bezirkshauptstadt des neuen und bis 1990 bestehenden Bezirkes Frankfurt (Oder)



1958 - Gründung des Halbleiterwerkes. Im Werk arbeiten 1989 ca. 8.000 Beschäftigte



1967 - Eröffnung der ehemaligen Franziskanerkirche als Konzerthalle



1969 - Eröffnung der Kleist-Gedenk-und-Forschungsstätte (1953 Kleist-Gedenksttte)



1977 - Baubeginn fr den Stadtteil Neuberesinchen fr mehr als 20.000 Bürger



1979 - Beginn der Restaurierung von St. Marien



1989 - 1. November Demonstration von ca. 35.000 Bürgern, Einleitung der Wende in Frankfurt.



1990 - Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird Frankfurt zum Oberzentrum



1991 - Gründung der „Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)”



1992 - Gründung des Instituts für Halbleiterphysik (IHP, Innovations for High Performance, ab 1999 Neubau mit Reinstraum)



1995 - Auf dem Hallenumgangschor von St. Marien entsteht der größte in diesem Jahrhundert gezimmerte Vollholz-Dachstuhl



1997 - Oderhochwasser, Pegelstand am 27. Juli: 6,57 m. Frankfurt erfährt Unterstützung aus ganz Deutschland



2003 - 750 Jahrfeier, Frankfurt ist wichtiger Verwaltungs-, Universitäts-, Sport-, Tourismus- und Messestandort des Landes Brandenburg



2006 - Frankfurt erinnert sich an seine Zeiten als Standort für die Halbleiterindustrie: Ansiedlung von drei Unternehmen der Solarindustrie



Abbildung: Stadtarchiv Frankfurt (Oder)